Irene Achatz
Dr. Helmut Baumgartner
Dr. Irmgard Bayer
Dkfm. Herbert Binder
Prof. Dr. Rudolf Bretschneider
Univ.Prof. Dr. Gerhart Bruckmann
Dr. Günther Burkert-Dottolo
Dr. Hubert Feichtlbauer
Dr. Gottfried Feurstein
Dr. Marilies Flemming
Generalkonsul KR Rudolf Frey
Dr. Werner Haidenthaler
Dr. Klaus Hecke
BR a.D. Dr. Lindi Kalnoky
LAbg.a.D. Mag. Franz Karl
Univ.Prof. Dr. Andreas Khol
Univ.Prof. Dr. Franz Kolland
LAbg. Ingrid Korosec
HR Dr. Ewald Kutzenberger
E.-W. Marboe
Dr. Martin Mayr
Univ.Prof. Dr. Wolfgang Mazal
Dr. Otto Pjeta
Univ.Prof. Dr. Manfred Prisching
Dr.H.-P. Rhomberg
Dr. Leopold Rosenmayr
GD-Stv.a.D. Leopold Scherer
Univ.Prof. Dr. Bernd Schilcher
Univ.Prof. Dr. Elisabeth Seidl
Dr. Gerhard Silberbauer
Abg.z.NR Ingrid Turkovic-Wendl
Univ.Prof. Dr. Paul M.Zulehner
Prof. Dr. Peter Zellmann
Oberst Wolfgang Haupt

Geboren 1961 in Wien. Nach der Matura 1981 Eintritt in den Exekutivdienst. 1986 - 1987 Ausbildung zum Kriminalbeamten, 1992-1993 Sicherheitsakademie und Ausmusterung als Offizier des Exekutivdienstes. 1995 - 2002 Leiter der Kriminalbeamtenabteilung, Wirtschaftspolizei. 1997 - 1998 Leitender Kriminalbeamter (Einsatzgruppe zur Bekämpfung des Terrorismus), 2000 - 2002 eines der sechs Gründungsmitglieder des österreichischen Bundeskriminalamtes, Mitarbeit an der "Neustrukturierung des psychologischen Dienstes" sowie an der "Sicherheitsakademie". Seit 2002 Leiter der Kriminaldirektion 3 des Landespolizeikommandos Wien (Bereiche: Tatortarbeit, Kriminaltechnik, Erkennungsdienst, Datenstation, Prävention, Opferschutz und Fahndung). Seit 1994 Mitglied des Offiziersclubs der Sicherheitsexekutive (seit 2003 Präsident). Seit 2005 Bezirksrat der VP Donaustadt.

Auszug aus:

Sicherheit und Hilfe

"Es muss deutlich werden, dass Polizeiarbeit ein hoher Dienst an der Gesellschaft ist." (Edmund Stoiber)

Über 20.000 Polizistinnen und Polizisten sorgen für die Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher. Mehr als 1000 Polizeiinspektionen Österreich weit sind Ansprechstellen für alle Angelegenheiten der Inneren Sicherheit im Bereich der Kriminalitätsbekämpfung, der Hilfeleistung, der Gefahrenabwehr und der Prävention. Mit mehr als 4.500 Autos und Motorrädern fahren Polizistinnen und Polizisten zu ihren Einsätzen oder sind damit auf Streife in den Regionen Österreichs. Auf den Seen und Flüssen sorgt die Polizei mit über 70 Motorbooten und anderen Wasserfahrzeugen für Ihre Sicherheit.

Martha R., 71, Volksschullehrerin in Pension, wartet in Wien Mariahilf, Ecke Gumpendorfer Straße - Mariahilfer Gürtel. Neben ihr steht eine gebrechliche, gepflegte, alte Dame, Mitte der 80er. Sie ist sichtlich nervös, hält eine Handtasche in ihren Händen und spricht dauernd auf Martha R. ein. Fast wäre sie Opfer eines Handtaschenraubes geworden. Martha R. hat den Vorfall beobachtet. Das, was sie zuletzt bei der Informationsveranstaltung im Seniorenheim von der Wiener Polizei gelernt hat, hat jetzt der alten Frau deren Eigentum gerettet. Martha R. hat auch schon den Notruf der Wiener POLIZEI betätigt. Sie hat von ihrem Mobiltelefon aus einfach die Nummer 133 gewählt. Sie weiß auch, dass es in Österreich keinen Notrufmissbrauch gibt. Martha R. weiß ebenso aus Erfahrung, dass sie es am Notruf mit freundlichen und erfahrenen Polizistinnen und Polizisten zu tun hat. Und sie weiß auch, dass im Falle des Notrufes die Polizei im innerstädtischen Bereich spätestens in 4-5 Minuten anwesend ist. Das gibt ihr Sicherheit. Der alten Frau lässt sie diese subjektiv gefühlte Sicherheit bewusst spüren, denn sie hat Vertrauen zur Polizei. Die beiden bereits nach 3 Minuten eintreffenden Rayonsinspektoren des "Friedrich 1" bieten der alten netten Frau Sicherheit und Hilfe an.

Seniorinnen und Senioren verbinden mit Sicherheit durchaus ganz unterschiedliche Werte. Als besonders wichtig werden in diesem Zusammenhang der subjektive Wunsch nach Gesundheit, finanzieller Unabhängigkeit und Freiheit genannt. Um diese Anliegen auch tatsächlich unbeschwert genießen zu können, rückt für die meisten älteren Menschen das subjektive und gesellschaftliche Verlangen nach persönlicher Sicherheit in den Vordergrund. Denn Sicherheit gehört zu den wichtigsten Grundbedürfnissen der Menschen und ist Bestandteil einer ganz persönlichen Lebensqualität.

Ein Wunsch, der auch bei der Polizei an oberster Stelle gereiht ist. Am besten, Straftaten können durch professionelle Arbeit und kompetente Beratung überhaupt vermieden werden. Einer der Grundgedanken der Präventionsarbeit ihrer Polizei überhaupt. Das Thema "Sicherheit" beeinflusst unseren Alltag und hat Auswirkungen auf das Lebensgefühl im persönlichen Umfeld. Präventionsarbeit ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und soll von jedem Bürger wahrgenommen werden. Aber nur gemeinsam mit Politik, Justiz, Schule, Wirtschaft, Polizei u.v.a.m. , und mit großem Eifer und Engagement ist es in Zukunft möglich, die Kriminalität auf einem in Österreich international wirklich herzeigbar niedrigem Niveau zu erhalten. Deshalb müssen die BürgerInnen lernen, mehr für ihre eigene Sicherheit zu tun!
Diskussionspapier

Teilnehmer der Denkwerkstatt

Österreichischer Seniorenkongress

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Oberst Wolfgang Haupt