Irene Achatz
Dr. Helmut Baumgartner
Dr. Irmgard Bayer
Dkfm. Herbert Binder
Prof. Dr. Rudolf Bretschneider
Univ.Prof. Dr. Gerhart Bruckmann
Dr. Günther Burkert-Dottolo
Dr. Hubert Feichtlbauer
Dr. Gottfried Feurstein
Dr. Marilies Flemming
Generalkonsul KR Rudolf Frey
Dr. Werner Haidenthaler
Dr. Klaus Hecke
BR a.D. Dr. Lindi Kalnoky
LAbg.a.D. Mag. Franz Karl
Univ.Prof. Dr. Andreas Khol
Univ.Prof. Dr. Franz Kolland
LAbg. Ingrid Korosec
HR Dr. Ewald Kutzenberger
E.-W. Marboe
Dr. Martin Mayr
Univ.Prof. Dr. Wolfgang Mazal
Dr. Otto Pjeta
Univ.Prof. Dr. Manfred Prisching
Dr.H.-P. Rhomberg
Dr. Leopold Rosenmayr
GD-Stv.a.D. Leopold Scherer
Univ.Prof. Dr. Bernd Schilcher
Univ.Prof. Dr. Elisabeth Seidl
Dr. Gerhard Silberbauer
Abg.z.NR Ingrid Turkovic-Wendl
Univ.Prof. Dr. Paul M.Zulehner
Prof. Dr. Peter Zellmann
Oberst Wolfgang Haupt
Geboren 1947. Studium der Pädagogik und Psychologie, Uni Wien. AHS-Lehramtsprüfung für die Fächer Leibeserziehung und Geographie. 1972 Mitbegründer der TSA - Turn- und Sportanstalt an den Pädagogischen Akademien. Gesellschafter des Nachfolgeunternehmens U4-Fitness-Touristik, Sport und Animation BetriebsgmbH. Lehrtätigkeiten: Professor für Freizeitpädagogik an der Pädagogischen Akademie (1986 - 2003); 1993 - 1996 Uni Potsdam: angewandtes Freizeitmanagement; 1996 - 2004 Uni Wien: Probleme des Freizeitsports, 1997 - 2000 Hochschule Bremen: Freizeitpädagogik, 2000 - 2005 WU Wien. Seit 1987 Wissenschaftlicher und administrativer Leiter, Wiener Institut für Freizeit- und Tourismusforschung (Schwerpunkt: Zukunftsforschung, Wirtschafts- und Politikerberatung). Kooperation mit BAT Freizeit-Forschungsinstitut (Hamburg) - deutsch-österreichische Forschungsprojekte.

Auszug aus:

50 plus: Chancen für die Wirtschaft, aber auch Anlass zum Umdenken.

Aus Rentnern werden Trendner

Die Senioren sind auch nicht mehr das was sie einmal waren. So könnte man die Lebensstile der 50plus Generation zunächst zusammenfassen. Lebenserfahren, informiert, mündig und kostenbewusst begibt sich ein großer Teil älterer Menschen auf Bildungs-, Städte- und Eventreisen, werden Kultur-, Sport-, Weiterbildungs- und Wellnessangebote genutzt.

Nicht die Gesellschaft altert, sondern die Menschen werden älter. Die im Zusammenhang mit der dramatischen Erweiterung des Lebenszeitbudgets entstandene "vierte Generation" zwischen 50 und 75 ist mit den Senioren der 70er und 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts nicht annähernd zu vergleichen. Relativierend anzumerken ist daher auch das Gerede von der (sich verändernden) Bevölkerungspyramide. Die "Pyramide" ist Kennzeichen einer Entwicklungsgesellschaft. Die derzeit gegebene "Tonne", also die etwa gleiche Verteilung aller Altersgruppen ist Kennzeichen einer hoch entwickelten Gesellschaft mit hoher Lebensqualität und relativ gut verbreitetem und verteiltem Wohlstand. Diese positive Entwicklung bringt für eine Bürgergesellschaft wesentlich mehr Chancen als Risiken mit sich. Ein solcher Zusammenhang darf doch nicht auf die Finanzierung öffentlicher Haushalte, bzw. des Renten- und Pensionssystems reduziert werden.

Die Klärung dieses Missverständnisses wird vor allem die Freizeit- und Tourismuswirtschaft demnächst deutlich zu spüren bekommen. Die "50 plus" Generation ist reiseerfahren, aktiv und erlebnisorientiert wie keine Altengeneration je zuvor. Darüber hinaus verfügt sie über dreifaches Kapital: ökonomisch, kulturell und sozial zeigt sie manchen Jüngeren wo es lang geht. Dienstleister, die Werbewirtschaft und vor allem Freizeit- und Tourismusanbieter werden in Zukunft das Durchschnittsalter der Bevölkerung besser im Auge haben und sich insbesondere vom Jugendkult in der Werbung verabschieden müssen. Sie werden auch zu berücksichtigen haben, dass es die älteren Menschen sein werden die darüber bestimmen was als Qualität zu gelten hat. Und die jüngeren Urlauber werden sich ihrem Qualitätsempfinden zunehmend anschließen.

  • Von der Marktforschung zur Bedürfniserfassung,
  • von den Zielgruppen zu den Alters- Sozial und Berufsschichten übergreifenden Erlebnisgruppen

sind dabei die zukunftsweisenden Leitlinien.

Die heutige 50plus Generation hat mehr Geld zur Verfügung als die meisten jüngeren. Das macht sie für die Wirtschaft insgesamt einerseits immer interessanter, bedeutet andererseits aber eine immer höhere Erwartungshaltung in Sachen Qualitätsansprüche. Die Serviceleistung für Senioren, das konkrete Angebot muss sich dieser Entwicklung oft erst anpassen.

So verzichten sie z.B auch nicht auf den längeren Erholungsurlaub im Sommer: Aber Erlebnisorientierung, Aktivität und Abwechslung wird von ihnen genau so nachgefragt wie von den Jüngeren. Die heutigen Mitglieder des 50plus-Klubs bleiben so unternehmungslustig wie sich ihr Lebensstil in den letzten beiden Jahrzehnten dynamisch entwickelt hat.
Diskussionspapier

Teilnehmer der Denkwerkstatt

Österreichischer Seniorenkongress

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Prof. Dr. Peter Zellmann