Wir leben länger und besser
Vom Generationenvertrag zum neuen Gesellschaftsvertrag
Die Selbsthilfe - Organisationen der älteren Generationen als Sterne am Himmel der Bürgergesellschaft
Das Grundwerte - Fundament des Österreichischen Seniorenbundes
Eckpunkte unserer politischen Ziele
IV. DAS GRUNDWERTEFUNDAMENT DES ÖSTERREICHISCHEN SENIORENBUNDES

1. Das neue Lebensgefühl - die späte Freiheit

Die soziale Integration hat einen hohen positiven Wert für die subjektive, selbst beurteilte Gesundheit, je besser die subjektive Gesundheit, desto länger lebt der Mensch.

a) Bildung begünstigt die Gesundheit

Je höher die Bildung ist, desto länger lebt der Mensch. Von ärmeren und weniger gebildeten Menschen wird der eigenen Gesundheit weniger Aufmerksamkeit geschenkt. Hier gibt es noch große Aufgaben für die Sozialpolitik.

b) " Fange nie an, aufzuhören, und höre nie auf, anzufangen!" (Ursula Lehr)

Zum geglückten Altern gehört der sich erneuernde Bezug zum Körper. Angesichts des fortgeschrittenen Lebens entsteht die Aufgabe, Blockaden im Verhalten und Handeln aufzugeben und Hemmungen gezielt zu reduzieren. Wichtig erscheint dabei, den Zugang zur Sexualität zu erhalten oder neu zu finden.

c) Körper, Seele und Sexualität

Das späte Leben verlangt Schritte der Befreiung, aber auch verbesserter Selbststeuerung.

d) Lernen als Schlüssel zur Entfaltung

Lernen, das sich auf die eigenen Emotionen stützt, vermag hohe persönliche Bedeutung zu entwickeln und zur Steigerung der eigenen Ich-Anerkennung beizutragen.

e) Und die neuen Generationen der Alten?

Sowohl in ökonomischer als auch in sozialer Hinsicht sind die Älteren den Jüngeren gegen-über diejenigen, die weit mehr geben als empfangen. Nach einer Studie der Arbeiterkammer Wien vererben oder verschenken ältere Menschen ihren Nachfahren jährlich 10,5 Milliarden Euro. Es geht auch darum, neue Formen der Wahrnehmung von Aufgaben durch Freiwillige einerseits und Hauptamtliche andererseits und die Zusammenführung der Aktivitäten beider zu entwickeln.

f) Und die Werte der "neuen Alten?"


g) Neues Ziel: Selbstfindung

Nicht das Glück selber ist das Ziel - es folgt vielmehr aus Zielen und deren Verfolgung.

h) Die Liebe

Liebe ist ein essenzielles menschliches Grundbedürfnis, das durch hohe Gegenseitigkeit charakterisiert ist. Es werden durch die Dynamik der Liebe geistige, körperliche und physische Kräfte frei. Die körperliche Liebe ist bis ins hohe Alter ein wichtiges Lebenselixier! Auf der strukturellen Ebene wäre es wichtig, dass alte Menschen in Institutionen Wohnbereiche zur Verfügung gestellt bekommen, die ihnen Raum für Intimität und Rückzugsmöglichkeiten bieten. Aufgabe der Pflegewissenschaft wäre Forschungen zum Thema Liebe als komplexes Phänomen aufzunehmen.

Empfehlungen:



2. Die Bedeutung der Religion

Religiöse Senioren sind gemeinschaftsoffener, setzen sich mehr für andere ein. Religion verleiht dem Leben Sinn, hilft, mit Verlusten und Kummer leichter umzugehen, lässt den Gedanken an den Tod bewältigen. Insgesamt fördert also Altersreligiosität Lebensqualität nachhaltig. Konkrete Altenarbeit hat begonnen, daraus den Schluss zu ziehen, auf die religiöse Seins- und Erlebnisdimension stärker zu achten und anzureichern. Die älteren Generationen sind auch in immer stärkerem Maße gefordert, ihre christlichen Überzeugungen an die Enkel weiterzugeben; sie haben einen Teil der Verantwortung dafür, dass unsere auf christlichen Werten aufbauende Gesellschaft erhalten bleibt (Professor Zulehner).


3. Die Grundwerte


4. Die Ökosoziale Marktwirtschaft

Die Ökosoziale Marktwirtschaft ist das Wirtschaftsmodell der rechtsstaatlichen Demokratie. Sie kann eine leistungsfähige, wettbewerbsstarke Wirtschaft, die soziale Solidarität und den nachhaltigen Schutz der Umwelt und des Lebensraums auch für zukünftige Generationen absichern.


5. Der gesellschaftliche Wandel

Übergang von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft. Nunmehr auf dem Weg zur Wissens- und Informationsgesellschaft


6. Demokratie und Mitbestimmung

Wir verlangen:

7. Die Senioren als Teil der aktiven Bürgergesellschaft

Die Senioren stellen einen wichtigen und unverzichtbaren Teil unserer Bürgergesellschaft dar. Sie sind, wie auch andere Gruppen der Bevölkerung, in einem hohen Ausmaß bereit, auf völlig freiwilliger Basis ihre Kräfte für die Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen. Vom Staat wird zu verlangen sein, dass er die Aktivitäten der Bürgergesellschaft stärker als bisher fördert.


8. Unser Bekenntnis zu Europa

Wir treten für eine besondere Partnerschaft mit der Türkei, nicht aber für ihre Vollmitgliedschaft in der Union, ein.

Um die Akzeptanz der EU zu erhalten und zu festigen, müssen die Entscheidungen in Brüssel transparenter sein, bei wichtigen grundsätzlichen Entscheidungen müssen die Bürger die Möglichkeit der Mitbestimmung erhalten. Die Union braucht eine Zeit der Ruhe und der Stärkung, daher sollte sie sich (sieht man vom Balkan ab) nicht mehr erweitern.
Diskussionspapier

Teilnehmer der Denkwerkstatt

Österreichischer Seniorenkongress

Text drucken
Schrift vergrössern
Senioren. Zukunft. Leben.
Diskussionspapier