Irene Achatz
Dr. Helmut Baumgartner
Dr. Irmgard Bayer
Dkfm. Herbert Binder
Prof. Dr. Rudolf Bretschneider
Univ.Prof. Dr. Gerhart Bruckmann
Dr. Günther Burkert-Dottolo
Dr. Hubert Feichtlbauer
Dr. Gottfried Feurstein
Dr. Marilies Flemming
Generalkonsul KR Rudolf Frey
Dr. Werner Haidenthaler
Dr. Klaus Hecke
BR a.D. Dr. Lindi Kalnoky
LAbg.a.D. Mag. Franz Karl
Univ.Prof. Dr. Andreas Khol
Univ.Prof. Dr. Franz Kolland
LAbg. Ingrid Korosec
HR Dr. Ewald Kutzenberger
E.-W. Marboe
Dr. Martin Mayr
Univ.Prof. Dr. Wolfgang Mazal
Dr. Otto Pjeta
Univ.Prof. Dr. Manfred Prisching
Dr.H.-P. Rhomberg
Dr. Leopold Rosenmayr
GD-Stv.a.D. Leopold Scherer
Univ.Prof. Dr. Bernd Schilcher
Univ.Prof. Dr. Elisabeth Seidl
Dr. Gerhard Silberbauer
Abg.z.NR Ingrid Turkovic-Wendl
Univ.Prof. Dr. Paul M.Zulehner
Prof. Dr. Peter Zellmann
Oberst Wolfgang Haupt

Geboren 1939. Diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester, Tätigkeit in Praxis und Unterricht. 1968 - 1969 Weiterbildung in Pädagogik / Management, Kaderschule Zürich. 1975 - 1999 Direktorin des Pfelgedienstes und der Gesundheits- und Kran-kenpflegeschule, Rudolfinerhaus Wien. 1973 - 1978 Studium der Psychologie und Soziologie in Wien. Seit 1992 Leiterin der Abteilung Pflegeforschung Wien, des In-stitut für Pflege- und Gesundheitssystemforschung der Uni Linz, Leitung und Durch-führung von Forschungsvorhaben im Bereich der Pflegeforschung. 1995 Habilitation in "Soziologie der Pflege" in Linz. Seit Oktober 2004 Vertragsprofessorin für Pfle-gewissenschaft.

Auszug aus:

Die Bedeutung von Autonomie

Autonomie ist in unserer Gesellschaft ein Wert, der unverzichtbar ist. Aus theoretischer Sicht definiert der Philosoph Gillon Autonomie als "die Fähigkeit, zu denken, zu entscheiden und auf der Basis solchen Denkens und Entscheidens frei, unabhängig und unbehindert zu handeln." Im konkreten Leben wird es immer Einschränkungen für autonomes Handeln und Entscheiden geben, auch wenn es keine gesundheitlichen Einschränkungen gibt. Wie jedoch das größtmögliche Maß an Autonomie trotz Krankheit oder abnehmender Kräfte aufrechterhalten werden kann, ist die Kernfrage, die sich heute - in einer Zeit der Älterwerdens und der Individualisierung - unserer Gesellschaft stellt. Autonom sein kann, verkürzt gesagt, heißen, selbständig zu handeln oder selbst zu entscheiden. Es ist eine Herausforderung an die professionelle Pflege und andere Gesundheitsberufe, dem Einzelnen ein größtmögliches Ausmaß an Autonomie zu ermöglichen, indem immer wieder Wege gesucht werden, Wahlmöglichkeiten anzubieten, was später noch ausgeführt wird.

Pflege im engeren und weiteren Sinn

Im deutschen Sprachraum existiert eine Bezeichnung für die Tätigkeiten, die von professionell Pflegenden ausgeführt werden, und denen, die die Angehörigen für pflegebedürftige Personen ausüben. Im Englischen wird der Begriff "Nursing" für professionelle Pflege gebraucht und "Caregiving" für Pflege und Unterstützung durch Familienangehörige, Freunde oder auch ehrenamtliche HelferInnen.
Pflege im Sinn von Nursing bedeutet nicht nur Unterstützung des Menschen durch Handreichungen wie Körperpflege, Lagerung oder Nahrungsverabreichung. Sie beinhaltet auch Information, Beratung und Schulung - manchmal unter dem Begriff der "Patientenedukation" zusammengefasst - und darüber hinaus auch emotionale Unterstützung in Form von Zuhören oder Trost.
Diskussionspapier

Teilnehmer der Denkwerkstatt

Österreichischer Seniorenkongress

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Univ.-Prof. Dr. Elisabeth Seidl