Irene Achatz
Dr. Helmut Baumgartner
Dr. Irmgard Bayer
Dkfm. Herbert Binder
Prof. Dr. Rudolf Bretschneider
Univ.Prof. Dr. Gerhart Bruckmann
Dr. Günther Burkert-Dottolo
Dr. Hubert Feichtlbauer
Dr. Gottfried Feurstein
Dr. Marilies Flemming
Generalkonsul KR Rudolf Frey
Dr. Werner Haidenthaler
Dr. Klaus Hecke
BR a.D. Dr. Lindi Kalnoky
LAbg.a.D. Mag. Franz Karl
Univ.Prof. Dr. Andreas Khol
Univ.Prof. Dr. Franz Kolland
LAbg. Ingrid Korosec
HR Dr. Ewald Kutzenberger
E.-W. Marboe
Dr. Martin Mayr
Univ.Prof. Dr. Wolfgang Mazal
Dr. Otto Pjeta
Univ.Prof. Dr. Manfred Prisching
Dr.H.-P. Rhomberg
Dr. Leopold Rosenmayr
GD-Stv.a.D. Leopold Scherer
Univ.Prof. Dr. Bernd Schilcher
Univ.Prof. Dr. Elisabeth Seidl
Dr. Gerhard Silberbauer
Abg.z.NR Ingrid Turkovic-Wendl
Univ.Prof. Dr. Paul M.Zulehner
Prof. Dr. Peter Zellmann
Oberst Wolfgang Haupt

Geboren 1940 in NÖ. Mehr als 40 Jahre Managementpositionen in der Privatwirtschaft. 1983 - 1986 Landtagsabgeordnete in Wien, 1986 - 1995 Abgeordnete zum Nationalrat, 1991 - 1995 Generalsekretärin der ÖVP, 1995 - 2001 Volksanwältin. Seit 2001 Landtagsabgeordnete in Wien.

Auszug aus:

Die Altersbunte Gesellschaft

Weltweit führt der demographische Übergang, der noch lange nicht abgeschlossen ist, zu einer stetigen Zunahme des Anteils der "Alten". Es wäre aber falsch, von den "Alten" als einer homogenen Gruppe zu sprechen; es sollten vielmehr (zumindest) vier Gruppen unterschieden werden. 55+, "junge Alte", alte Menschen, "Hochbetagte". Dabei gilt es eine neue Rollenverteilung zwischen diesen Gruppen, aber auch zwischen diesen Gruppen einerseits und jüngeren Altersgruppen andererseits zu finden. Anzustreben ist ein generatives Partnermodell (Füreinandermodell) statt dem vielfach gegenwärtigen Konkurrenz- bzw. Konfliktmodell zwischen Jung und Alt.

Zu einem solchen Partnermodell gehört der Aufbau einer neuen Generationenkultur, einer Gesellschaft für alle Lebensalter, in der alle Generationen voneinander profitieren. Das Verhältnis der Generationen zueinander ist eine zentrale Kulturaufgabe der gesamten Gesellschaft. Alte Menschen sind keine Dauerbelastung oder gar Bedrohung der Gesellschaft. Nach dem Prinzip Geben und Nehmen sollte der Austausch zwischen den Generationen stattfinden.

Erforderlich sind der Aufbau und die Verbreitung eines neuen Images der 55+, ein verstärkter Wissensaustausch zwischen den Generationen und lebensbegleitendes Lernen. Weiters braucht es einen Zugang zu technologischer Aus- und Weiterbildung, einen flexiblen, stufenweisen Übergang in den Ruhestand, Unternehmensgründungen älterer Mitbürger, die durch günstige Kleinkredite zu fördern wären. Das Alter erlaubt jedenfalls den Aufbruch zu neuen Ufern und sich rundum wohlzufühlen.

Was gibt die Generation 55+, wovon die jüngeren Generationen profitieren?

  • Erfahrung, Ruhe, Gelassenheit, Weitsicht.
  • Oftmals besseren, verständnisvollen Umgang mit den Enkelkindern = Entlastung der Eltern, Wohlergehen der Kinder. (Am erfüllendsten allerdings ist dies für jene Älteren, die nicht alleine auf die Familie als integrierendes Beziehungsgefüge angewiesen sind.)
  • Leistung zahlloser Hilfsdienste, und das unentgeltlich.
  • Hochbetagte schaffen Arbeitsplätze im Produktions- und Dienstleistungsbereich infolge eigener Pflege- und Betreuungsbedürftigkeit
  • Zum Teil höhere Kaufkraft als in den anderen Generationen = Beitrag zur ökonomischen Prosperität einer Gesellschaft
  • 55+ nutzen ihre ein Leben lang gepflegten Netzwerke zugunsten der Jüngeren
Diskussionspapier

Teilnehmer der Denkwerkstatt

Österreichischer Seniorenkongress

Text drucken
Schrift vergrössern
LAbg. Ingrid Korosec