(Wien, 05.05.06) - Anlässlich des großen österreichischen Seniorenkongresses wurde am Freitag dem 21. April im Palais Ferstel des neue Grundsatzpapier des Österreichischen Seniorenbundes zur zukünftigen Seniorenpolitik präsentiert und mit den rund 350 Kongress-Teilnehmern diskutiert.  Den Originalbericht finden Sie bitte auf www.seniorenbund.at!

Neben der Präsentation der Ergebnisse der "Denkwerkstatt" waren vor allem die Grundsatzreferate von Bundesobmann Dr. Andreas Khol und Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel weitere Höhepunkte des Kongresses. Zu diesem waren nicht nur die Vertreter der Landesleitungen, Funktionäre und Mitglieder des Seniorenbundes gekommen, sondern auch weitere prominente Vertreter von Politik und Wirtschaft. So waren beispielsweise auch ÖVP-Klubobmann Dr. Wilhelm Molterer, ÖVP-Generalsekretär Dr. Reinhold Lopatka, die JVP-Bundesobfrau NR-Abg. Silvia Fuhrmann, der ÖAAB-Bundesobmann und Vorsitzende der GÖD NR-Abg. Fritz Neugebauer, NR-Präsident a.D. NR-Abg. Dr. Werner Fasslabend, AK-Präsident Josef Fink, Dr. Peter Kamp, die Verbandssekretärin des Pensionistenverbandes Liane Garnhaft in Vertretung von Präsident Karl Blecha, Mag. Wolfgang Braumandl als Vertreter des Seniorenrates sowie viele Mitglieder der "Denkwerkstatt" anwesend. (Eine Liste der Teilnehmer finden Sie bitte unter dem Menüpunkt "Teilnehmer der Denkwerkstatt")

BO Dr. Andreas Khol betonte die Notwendigkeit, aufgrund der demografischen Veränderungen neue Orientierungen und Lösungen für die Zukunftsfragen der älteren Menschen zu finden. Aus diesem Grund hatte Nationalratspräsident Dr. Andreas Khol bereits im Herbst des Vorjahres, unmittelbar nach seiner Wahl zum Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes, die "Denkwerkstatt" gegründet. Für diese Aufgabe gelang es ihm, führende österreichische Wissenschafter und Experten zu gewinnen. Diese erstellten Fachberichte zu den wesentlichen seniorenpolitischen Anliegen. Behandelt wurden z.B. die Neuordnung des Pflegewesens nach skandinavischen Modell, den Ausbau der zweiten Säule der Altersversorgung, seniorengerechtes Wohnen, Senioren und Bildung sowie Sexualität im Alter. Auf diesen Fachbeiträgen beruht das auf dem Seniorenkongress präsentierte und diskutierte vorläufige Grundsatzpapier.

Die Ergebnisse der "Denkwerkstatt" fasste Khol prägnant zusammen: "Das Bild der Senioren, die jammern und wie die Balkon-Muppets das gesellschaftliche Geschehen kommentieren, gehört der Vergangenheit an!" Noch nie waren so viele ältere Menschen so wohlhabend, mobil, aktiv und gesund, wie heute. Deshalb sei es an der Zeit veraltete Klischees zurecht zu rücken. Denn die modernen älteren Generationen, 60+ und 80+, sitzen längst nicht mehr nur auf der Parkbank und füttern Tauben: Sie beteiligen sich aktiv an allen Bereichen des öffentlichen Lebens. "Deshalb wollen wir an allen Entscheidungen, die uns betreffen, beteiligt werden. Die beiden älteren Generationen müssen auf allen Ebenen als 5. Sozialpartner anerkannt werden", so Khol.

Auch Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel zeigte sich vom neuen Grundsatzpapier des Seniorenbundes beeindruckt: Aufgrund der Vielzahl der behandelten Themen sei das neue Grundlagenpapier ein wahres "Handbuch für eine kluge, besonnene und nachhaltige Seniorenpolitik", wie Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel betonte.

Nach den Referaten und der Vorführung eines Videofilms mit kurzen Statements der Teilnehmer der "Denkwerkstatt" zu ihren Fachbeiträgen wurde dann mit den Teilnehmern des Kongresses über die Ergebnisse der "Denkwerkstatt" diskutiert. Die Ergebnisse der Diskussion mit den rund 350 Kongress-Teilnehmern werden im nächsten Schritt in den neuen Diskussionsentwurf eingearbeitet. Dieses erweiterte und überarbeitete Grundlagenpapier wird dann bis zum Sommer bei Info-Konferenzen in allen Bundesländern mit den Meinungsbildnern, Multiplikatoren und führenden Funktionären des Österreichischen Seniorenbundes diskutiert werden.

Schließlich wird dann zu Herbstbeginn dieses Jahres die Endfassung des neuen Grundsatzpapiers für die zukünftige Seniorenpolitik endredigiert und dem Bundesvorstand zur Beschlussfassung vorgelegt. Darüber hinaus ist auch daran gedacht, die detaillierten Fachbeiträge der Wissenschafter und Experten der "Denkwerkstatt" in Buchform aufzulegen. Das Buch wird im Molden-Verlag erscheinen und den Titel "Die Freiheit hat kein Alter" tragen (Herausgeber: Khol, Bruckmann, Mayr).
Diskussionspapier

Teilnehmer der Denkwerkstatt

Österreichischer Seniorenkongress

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