Irene Achatz
Dr. Helmut Baumgartner
Dr. Irmgard Bayer
Dkfm. Herbert Binder
Prof. Dr. Rudolf Bretschneider
Univ.Prof. Dr. Gerhart Bruckmann
Dr. Günther Burkert-Dottolo
Dr. Hubert Feichtlbauer
Dr. Gottfried Feurstein
Dr. Marilies Flemming
Generalkonsul KR Rudolf Frey
Dr. Werner Haidenthaler
Dr. Klaus Hecke
BR a.D. Dr. Lindi Kalnoky
LAbg.a.D. Mag. Franz Karl
Univ.Prof. Dr. Andreas Khol
Univ.Prof. Dr. Franz Kolland
LAbg. Ingrid Korosec
HR Dr. Ewald Kutzenberger
E.-W. Marboe
Dr. Martin Mayr
Univ.Prof. Dr. Wolfgang Mazal
Dr. Otto Pjeta
Univ.Prof. Dr. Manfred Prisching
Dr.H.-P. Rhomberg
Dr. Leopold Rosenmayr
GD-Stv.a.D. Leopold Scherer
Univ.Prof. Dr. Bernd Schilcher
Univ.Prof. Dr. Elisabeth Seidl
Dr. Gerhard Silberbauer
Abg.z.NR Ingrid Turkovic-Wendl
Univ.Prof. Dr. Paul M.Zulehner
Prof. Dr. Peter Zellmann
Oberst Wolfgang Haupt

Geboren 1937 in St. Pölten. Studium der Wirtschaftswissenschaften in Wien. 1960 Direktionsassistent der Pressevereinsunternehmungen / St. Pölten, 1963 Verlagsleiter der NÖ Zeitungsgesellschaft mbH. Seit 1967 Vorstandsmitglied des Verbandes Österreichischer Zeitungen (ab 1979 Vizepräs., 1987 - 1991 Präs.). 1970 - 2002 Geschäftsführer der Niederösterreichisches Pressehaus Druck- und Verlagsgesellschaft mbH. 1991 - 1995 Board-Member der IFA (heute: Senator der IFA). Seit 2002 in Pension. Aufsichtsrat der Sparkasse Niederösterreich Mitte West AG, Obmann des Fördervereins Kulturbezirk St. Pölten, Moderator des "Ökonomischen Quartetts".

Auszug aus:

Wer ist schon alt - und was ist Kultur?

Kultur und die ältere Generation, Kultur für die ältere Generation. Die Themenstellung pendelt zögerlich zwischen Analyse und missionarischem Auftrag.

Da wäre vorerst wohl zu klären, wo "die ältere Generation" altersmäßig bzw. ihrem Selbstverständnis und Lebensstil entsprechend tatsächlich angesiedelt werden soll. Die Siebziger auf den schwarzen Pisten unserer Schiregionen, im Fitness-Center und am Donau-Radweg, ihre AlterskollegInnen in den regionalen Kulturinitiativen und als Weltreisende bei Studiosus, Klinger, Kneissl & Co. Jene, die noch Mitte achtzig nicht ins Pflegeheim wollen, weil dort "lauter alte Leute" sind ...

Und dann wäre natürlich über die Definition von "Kultur" (mindestens) ein ganzes Buch zu schreiben. Jene "die Subsistenz des (älteren, d.Verf.) Menschen übersteigenden geistigen Werte und Pflichten" (Klose, Kath. Soziallexikon) im Verständnis von Cicero über Rousseau und Schiller herauf bis Horkheimer und Marcuse. Auch das brächte uns nicht weiter - oder eher viel zu weit weg.


Stutzen wir also das Thema zurecht auf "Die Teilnahme der älteren Generation am kulturellen Leben Österreichs" und überlassen wir die Rezeption von Begriffen wie Teilnahme, alter Mensch, Kultur oder auch Leben vertrauensvoll dem jeweiligen Erfahrungshorizont des Lesers. Zunächst einige wohl außer Streit stehende Fakten:

Wie die Dinge liegen, wird die Zahl der "älteren Menschen" in Österreich weiter steigen.

Das kulturelle Leben wird von der Finanzierung her zunehmend auch ökonomische Kriterien wie Eigenfinanzierungsgrad, Sponsoring, Marketing etc. zu beachten haben.

"Fremde" Kulturen werden durch Tourismus, Immigration und Medien nachhaltiger als bisher in unser Bewusstsein treten.

Das Regionale - und auch seine Kultur - wird als Gegenreaktion zu globalen Entwicklungen zunehmend an Bedeutung gewinnen..
Diskussionspapier

Teilnehmer der Denkwerkstatt

Österreichischer Seniorenkongress

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Dkfm. Herbert Binder